Ein Meister

Eine kurze Information vorab: «Der Meister» ist nur wegen des Begriffes «Meister» männlicher Natur. In diesem Text handelt es sich aber sowohl um einen Meister, als auch um eine Meisterin, wenn das Wort «Meister» fällt! Anders ausgedrückt: Um es nicht zu verkomplizieren, wurde nur die männliche Bezeichnung gewählt.
Ich bitte um Verständnis.

Ein Meister … hört lieber zu, anstatt zu reden.
Denn Gott hat dem Menschen nicht umsonst 2 Ohren und einen Mund gegeben. Wenn er redet, tut er es weise, darauf bedacht, kein Wort zu viel zu sagen und immer, wenn möglich, mit Humor. Sagt unausgesprochenes, doch nicht beleidigend. Spricht nie schlecht über seine Mitmenschen, weder in ihrer Gegenwart, noch in der Abwesenheit. Wenn es sein muss, zeigt er Größe. Dazu gehört es, eigene Fehler zu erkennen und zu diesen zu stehen. Falls nötig, macht er auch Zugeständnisse.

Ein Meister geht von früh bis spät mit einem „Meisterbewusstsein“ durch den Tag.
Jede Handlung erlebt dieser absolut vollkommen. Dabei konzentriert er sich voll und ganz auf jede noch so kurze Tätigkeit und handelt so, als ob es die letzte seines Lebens sei.

Seine Pflichten kennt der Meister und erfüllt diese, ohne jegliches aufschieben.
Er übernimmt ebenfalls die volle Verantwortung für sein gesamtes Handeln und gibt niemandem die Schuld für etwas, was nicht so läuft, wie er es gerne hätte.

Ein Meister weiß, dass er nicht jeden seiner Umstände sofort ändern kann.
Seinen Geisteszustand hingegen jederzeit. Darüber hinaus hat er sich in jedem Moment und zu 100 % unter Kontrolle. Er lässt sich weder von seinen Emotionen, noch von seinen Trieben und Verlangen lenken und bestimmen; körperliche & sinnliche Verlangen nach Nahrung, Schlaf oder Sexualität mit einbegriffen.

Die Meditation und das Ruhen in seiner Mitte gehören zu seinen alltäglichen Handlungen. Nichts und niemand kann ihn von seiner guten Laune, Lässigkeit und Ausgeglichenheit abbringen. Überdies lebt er sehr sparsam, genügsam und erfreut sich auch an Kleinigkeiten: wie dem Rauschen des Wassers am nah gelegenen Bach, dem Lachen spielender Kinder oder dem ersten Schnee, welches im Winter fällt, wenn dabei die Sonne seine Haut berührt.

Sich selbst kennt der Meister bereits gut,
doch ist es ihm auch sehr wichtig, sich immerzu durch Beobachtung der Umgebung, seiner eigenen Natur und der daraus resultierenden Erkenntnisse besser kennenzulernen, zu reifen und sein Bewusstsein in Schwung zu halten und zu schärfen. Unterschiedliche Aufgaben, die eine Herausforderung darstellen, sind ihm stets willkommen, denn er weiß, dass es im Leben hauptsächlich darum geht, zu lernen.

Der Weg ist des Meisters Ziel. Ergebnisse interessieren ihn daher nicht. Zudem legt er seine Bestimmung selbst fest und feilt an dieser bis zum Ende seines Lebens.

Alles, was nützlich für seine Mitmenschen sein könnte, gibt er während seines Lebens weiter.

Er lebt vollkommen stimmig und liebt jeden, den er begegnet. Überhaupt liebt er die Menschen und die Vollkommenheit.

Ein Meister schätzt das Leben und kostet es in vollen Zügen aus. Dabei verliert er nie die Wichtigkeit aus den Augen, das zu tun, was notwendig ist.

Wenn du möchtest, kannst auch du dich fragen: Wie lebt ein Meister – jeden Tag, jede Stunde, jede Minute?
Nimm dir dann Zeit für deine Gedanken, schreibe sie auf und verinnerliche sie.

So wirst auch du nach und nach zu einem Meister, der nicht von den Lebensumständen beherrscht wird, sondern zu jemandem, der durch das Spiel des Lebens stets zu Weisheiten und Erkenntnissen gelangt, nach ihnen handelt und letztendlich ein Leben lebt, dessen Begleiter die Ausgeglichenheit, Freude und Erfüllung sind.

Um dein Mitteilungsbedürfnis zu stillen...