Freiheit und die Prinzipien einer Geschäftsfrau

Ich kann mir vorstellen, dass sich der ein oder andere wundert, weshalb es, wie im Bannertext angedeutet wurde, in diesem Blog auch um Gott gehen wird, wo doch die Seite den Namen „inside-buddha“ trägt und eine Buddha-Figur ebenfalls den Mittelpunkt des Banner-Bildes darstellt.

Dafür gibt es mehrere Gründe, und einen möchte ich dir jetzt verraten: Freiheit bedeutet für mich in erster Linie, keinen Systemen und Methode zu folgen, sondern stets aus der Intuition heraus zu handeln.

Viele Menschen glauben, sie seien frei, weil sie selbst entscheiden können, ob sie dieser Arbeit nachgehen oder jener; ob sie diesen Partner wählen oder jenen. Ja, das ist definitiv eine Form von Freiheit, doch wer sich mit dem Begriff „Freiheit“ tiefer befasst, wird feststellen, dass Freiheit viel mehr umfasst, als bloß die Wahl innerhalb alltäglicher und hin und wieder auch bedeutsamerer Entscheidungen, wie die der Partnerwahl oder die Wahl, wo man wohnen wird. Dieser Mensch wird zu der Erkenntnis kommen, dass seine eigene Freiheit bereits eingeschränkt ist, wenn er sowohl aus gesellschaftlichen Normen und Regeln heraushandelt, als auch intrinsisch, aus seinen festgefahrenen Grundsätzen, Prinzipien und Gewohnheiten heraus (wie man sich von beiden Aspekten immer mehr befreit, d. h., wie man es schafft, immer mehr aus der Intuition heraus zu handeln und warum nur diese Handlungen zu einem wahren glücklichen Leben führen, werden wir noch in Erfahrung bringen.

Eine beruflich erfolgreiche Geschäftsfrau, die keine oder so gut wie keine Tätigkeiten mehr verrichtet, die eine Hausfrau tut – wie Putzen, Einkaufen, Kochen, Spülen, Bügeln, Wäsche waschen oder den Kindern eine gute Nacht Geschichte vorlesen –, ist, was die soeben beschriebene Freiheit angeht (die meiner Meinung nach auch jene ist, mit der man sich am intensivsten Auseinandersetzen sollte), kein bisschen freier, als ein einfacher Sachbearbeiter, der ein ganz gewöhnliches Leben führt, welches jedoch unzähligen Regeln und Vorschriften unterliegt (wie es meistens der Fall ist unter den Durchschnittsmenschen), die teils durch die Gesellschaft bedingt sind und teils unbewusstem Handeln verschuldet sind (wie z. B. Traditionen, die man jahrein jahraus nur weiterführt, weil man es nicht anders kennt).

In diesem Fall würde die Geschäftsfrau folgende Prinzipien verfolgen: „Da ich nun genug Geld verdiene, um solche Tätigkeiten nicht mehr machen zu müssen, arrangiere ich einfach jemanden, der all das für mich erledigt.“ Natürlich ist es verständlich, dass wenn man Karriere machen will, einem wenig Zeit bleibt für haushälterische Tätigkeiten oder sogar Freunde, doch darf man nicht vergessen, dass auch diese Ausführungen in gewisser Weise förderlich für das eigene Selbst sein können: Man bleibt stets auf dem Boden, aber auch demütig (Erfolg und viel Geld können uns nämlich dazu verleiten, hochnäsig und arrogant zu werden); und es sind Tätigkeiten, die dazu anregen können, seinen Grad an bewusstem Handeln, bzw. an der bewussten Lebensweise zu steigern, denn man kann sich voll und ganz in diesen Handlungen „verlieren“, so, dass einem sogar ab einem bestimmten Moment das Zeitgefühl abhandenkommt – es kann demnach auch eine Art der Meditation sein.

Auch ein Buddhist, der von sich behauptet: „Ja, ich bin ein bekennender Buddhist“, wandelt noch in Unkenntnis; er macht sich gewissermaßen zum Sklaven einer Weltsicht, die man auch befürworten kann, ohne sich einen Buddhisten oder eine Buddhistin zu nennen. Denn immer, wenn wir von uns selbst behauptet, wir gehören ganz bestimmten Religionen, Gruppen oder Einheiten an, schränken wir uns durch diese Identifikation ein; unser Geist ist dann auf etwas ganz Spezielles ausgerichtet und lässt dementsprechend nur wenig Raum etwaigen neuen Erkenntnissen zu, welche auch immer mit einer persönlichen Veränderung einhergehen.

 

Künftig werden wir uns öfter und intensiver mit Themen wie „dem bewussten Handeln“, festgefahrenen Gewohnheiten, oder der Identifikation mit dem eigenen Ego befassen (zu dem bestimmte Weltansichten, der soziale Status, das eigenen Wissen und vieles mehr gehört – das meiner Meinung nach wichtigste Thema, wenn es um ein erfolgreiches und glückliches Leben geht) –, nur um einige wenige Beispiele zu nennen.

 

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