Zwischen Alpha und Omega – Ein Blog braucht Bilder!

Alpha: „Du Omega, noch eimmal zu deinem Vorschlag, gemeinsam einen Blog zu betrieben: Warum soll es dort keine Bilder geben? Ich meine, ein Blog braucht Bilder! Ein Blog ohne Bilder ist wie Bratkartoffeln ohne Zwiebeln; eine schöne junge Frau ohne einen Liebhaber; von der Großmutter übergebenes Porzellanbesteck, das nur im Schrank aufbewahrt wird; ein Zen-Garten, in dem nie jemand meditiert; eine Rosenblüte, die …“

Omega unterbricht A.: „Ist ja schon gut, ich hab’s verstanden.“
Legt das Buch unter die Hängematte, auf der es liegt – die vermutlich am härtesten gespannte Hängematte auf dem Planeten Erde.
„Der Grund ist der, dass ich seit kurzem nichts mehr mache, was bei mir ein Gefühl des Erzwingen-Wollens eines bestimmten Ergebnisses hervorruft; wie das, so viele Leser wie nur möglich dazu zu bringen, diesen Blog, von dem wir hier reden, zu lesen. Natürlich könnte ich zu jedem der Texte auch ein paar schöne und sehr originelle Bilder hinzufügen, doch warum sollte ich das tun, wenn ich mich dabei nicht wohlfühle?“

Alpha: „Vielleicht, weil die ganze Arbeit dann umsonst ist, wenn aus diesem Grund niemand unseren Blog liest? Was mich auch nicht wundern würde … ein Blog ohne Bilder … das ist wie Fallschirmspringen ohne Fallschirm.“

O: „Was umsonst ist und was nicht, bestimmte letztendlich ich selbst, liebes Alpha. Außerdem geht es mir viel weniger darum, dass der Blog gelesen wird, als um das Tun an sich.“

A: „Du meinst, der Weg ist das Ziel? Die Reise selbst der Zweck?“

O: „Ja, so in etwa trifft das zu.“

A: „Und dich würde das echt nicht stören, wenn es auch nach 10 Jahren und über hunderten von Postings niemanden gäbe, der in dieser Zeit auch nur einmal kurz hineingeschaut hätte, was größtenteils du da im Blog fabrizierst?“

O: „Nicht im Geringsten; was nicht heißt, dass ich mich nicht freuen würde, träfe das Gegenteil ein.
Glücklich sein, bedeutet für mich zum großen Teil, das zu machen, was ich will, aber es auch so zu machen, wie ich es will. Mich interessieren weder irgendwelche Systeme, Regeln oder Erfolgs-Konzepte, die andere (Blogger) anwenden, noch Ergebnisse. Ich muss nirgendwo hin.”

A: „Was meinst du mit: Du musst nirgendwo hin?“

O: „Damit meine ich: Ich muss nichts erreichen, muss keinen Zielen hinterherjagen, keine Ergebnisse hervorrufen – was überdies auch nicht möglich ist.”

A: „Man kann keine Ergebnisse hervorrufen?“

O: „Ganz richtig.“

A: „Also, das musst du mir jetzt mal erklären.“ Verschränkt die Arme und schaut O. erwartungsvoll an.

O: „Der Mensch kann an sich nichts erreichen. Es scheint immer nur so, ist aber eine Illusion. Die Dinge geschehen vielmals von selbst.”

Alpha: „Und dass ich dir gerade einen sehr kritischen Blick zuwerfe, geschieht wohl auch von selbst, was?“

Omega nimmt das Buch unter der Hängematte hervor, schlägt es an der Stelle auf, an der es zugeschlagen wurde und antwortet: „Ob dein Blick kritisch ist oder nicht, ist deine Entscheidung. Aber ja, auch dieser Blick ist nicht weniger geschehen, als die Wolke, die gerade wieder eine Formation einer Wolke annimmt, nachdem sie ein Herz darstellte.

Um dein Mitteilungsbedürfnis zu stillen...